Die meisten Deutschen lesen ihre Bücher so vorsichtig, dass es unzählige gut erhaltene Bücher auf einem zweiten Markt gibt. Inzwischen bildet der Internetbuchhandel die besten Such-, Kauf- und Verkaufsmöglichkeiten. Ob Krimischmöker über Kommissar Mankell oder Klassiker wie Arnold Hausers „Sozialgeschichte der Kunst und Literatur“, es gibt fast kein Buch was nicht bei irgendeinem Internetgebrauchtbuchhändler für wenig Geld erhältlich ist. Tatsächlich beginnen die Preise manchmal sogar bei wenigen Cent. Attraktiv für einen Verkäufer ist das nur, wenn er sein Geschäft mit Masse macht oder besonders wertvolle Bücher dann doch vor Ort in ein Antiquariat in Kommission gibt.
Möchte man Bücher verkaufen, sollte die Qualität sehr gut sein, sonst kassiert man schlechte Bewertungen von seinen Käufern im Internet. Ein leichter Gilb ist meist der schwerste Defekt solcher Bücher. Eselsohren, Risse im Einband, Kaffee- oder Fettflecken gehen gar nicht. Da sind die Kunden zu verwöhnt. Der Nachteil auf den Buchplattformen für den Kunden ist, dass meistens ein Pauschalporto von 3 Euro erhoben wird, was oftmals den Buchpreis für vielleicht nur einen oder zwei Euro in die Höhe treibt. Das aber ist für den Verkäufer positiv, so kann er einen gewissen Grundpreis halten. Denn seine realen Portokosten für Büchersendungen liegen teilweise unter einem Euro.
Die neueste und einfachste Art ein neues Buch zu kaufen ist der online Handel mit ebooks. Sie sparen die Versandkosten und das Buch an sich ist meistens auch noch günstiger. Jedoch muss man um ein ebook auch gut lesen zu können, einen E-book-Reader sein eigen nennen. Bücher in Massen findet man bei Haushaltsauflösungen oder wenn Bibliotheken zu bestimmten Terminen ihre Bestände ausmisten. Wenn sich erstmal herumspricht, dass man sich für gebrauchte Bücher interessiert, kommen sicher bald die Angebote aus dem Freundeskreis, möglichst bald doch mal ein paar Kisten Bücher abzuholen. Ob man da mal auf eine wertvolle Antiquität stößt, bleibt Glückssache. Ein Käufer fand in einem zerfledderten Dierke Weltatlas die Erstausgabe eines Fix und Foxi Heftes mit einem Sammlerwert von 20.000 Euro.
Bildmaterial: Noah Golan (Fotolia)